Wofür ein Erklärvideo da ist
Ein Erklärvideo beantwortet eine Frage, die Ihre Kunden immer wieder stellen: Wie funktioniert das? Was habe ich davon? Wie läuft das ab? Es eignet sich besonders für Angebote, die sich schwer fotografieren lassen – eine Dienstleistung, eine Software, ein Ablauf, ein technisches Produkt.
Typische Anlässe:
- Ein neues Produkt oder eine neue Leistung, die Kunden noch nicht kennen.
- Ein Ablauf, den Sie sonst am Telefon jedes Mal neu erklären, etwa von der Anfrage bis zur Montage.
- Eine App oder ein Kundenportal, das Ihre Kunden künftig nutzen sollen.
- Interne Themen wie die Einarbeitung neuer Mitarbeiter oder Sicherheitsregeln.
Animation oder Realfilm?
Beides hat seine Stärken. Die Wahl hängt davon ab, was Sie zeigen wollen.
Animation passt, wenn es um Abläufe, Ideen oder Dinge geht, die man nicht filmen kann: Datenflüsse, Software, Innenleben einer Maschine, ein Vorher-Nachher. Animation ist gut planbar, lässt sich später leichter ändern und passt sich Ihrem Corporate Design genau an. Mehr dazu unter Motion Design.
Realfilm passt, wenn Vertrauen und Nähe zählen: Menschen, Räume, Handwerk, ein Produkt in der Hand. Ein Realfilm zeigt, dass es Sie wirklich gibt. Er braucht dafür einen Drehtag, Drehorte und Menschen vor der Kamera. Mehr dazu unter Video.
Oft ist eine Mischung am stärksten: echte Aufnahmen Ihres Teams, ergänzt um animierte Grafiken, die das Unsichtbare zeigen.
Wie lang darf es sein?
So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Als Faustregel hat sich bewährt:
- Für die Website: etwa eine bis zwei Minuten. Wer auf Ihrer Seite ist, interessiert sich bereits und schaut etwas länger.
- Für Social Media: deutlich kürzer und im Hochformat. Die erste Sekunde muss Interesse wecken.
- Für den Vertrieb: so lang, wie das Gespräch es braucht – gern in mehrere kurze Kapitel geteilt.
Lieber ein Video pro Frage als ein langes Video, das alles erklären will. Aus einem guten Skript lassen sich oft eine lange und mehrere kurze Fassungen schneiden.
Das Skript kommt zuerst
Die wichtigste Arbeit an einem Erklärvideo passiert vor der ersten Animation: das Skript. Es legt fest, was gesagt wird, in welcher Reihenfolge und mit welchem Bild. Ein bewährter Aufbau:
- Das Problem. Was kennt Ihr Kunde aus seinem Alltag?
- Die Lösung. Was bieten Sie an?
- So funktioniert es. Zwei oder drei Schritte, nicht mehr.
- Der Nutzen. Was hat der Kunde am Ende davon?
- Die Aufforderung. Was soll er jetzt tun – anrufen, buchen, ausprobieren?
Schreiben Sie, wie Sie sprechen: kurze Sätze, keine Fachbegriffe ohne Erklärung. Lesen Sie das Skript laut vor. Wo Sie stolpern, stolpert auch der Zuschauer. Mehr zum Schreiben verständlicher Texte steht in Website-Texte schreiben.
Auf das Skript folgt ein Storyboard: eine Bildfolge, die zeigt, was zu jedem Satz zu sehen ist. So können Sie freigeben, bevor aufwendig animiert oder gedreht wird.
Sprecher, Musik und Untertitel
Die Stimme prägt den Eindruck stark. Eine professionelle Sprecherin oder ein Sprecher klingt klar und passt im Ton zu Ihrer Marke. Wählen Sie die Stimme nach Ihrer Zielgruppe: ruhig und vertrauensvoll für Beratung, frisch und schnell für ein junges Produkt. Für mehrere Sprachen braucht jede Fassung eigene Sprachaufnahmen und eigene Untertitel.
Musik sollte tragen, nicht stören, und muss für Ihren Einsatz lizenziert sein. Untertitel gehören immer dazu, denn viele schauen Videos ohne Ton, gerade in sozialen Netzwerken.
Wo Sie das Video einsetzen
- Auf der Website: auf der Startseite oder direkt bei der Leistung, die es erklärt. Laden Sie das Video erst, wenn jemand auf Abspielen tippt – das hält die Seite schnell.
- In Social Media: als kurze Fassung im Hochformat, mit Untertiteln. Wie Sie Kanäle sinnvoll bespielen, lesen Sie in Social Media für kleine Betriebe.
- Im Vertrieb: als Link in E-Mails und Angeboten oder im Gespräch auf dem Tablet.
- Auf Messen und am Empfang: als stumme Schleife mit Untertiteln.
So läuft die Produktion ab
- Erstgespräch. Ziel, Zielgruppe und Einsatzorte klären.
- Skript. Texten und abstimmen, bis jede Aussage sitzt.
- Storyboard und Stil. Bildfolge, Farben, Figuren oder Drehplan.
- Produktion. Animieren oder drehen, dazu Sprachaufnahme und Musik.
- Feinschliff. Schnitt, Ton, Untertitel und Ihre Korrekturen.
- Ausspielung. Fassungen für Website, Social Media und Vertrieb.
Wer Video breiter denkt, findet in Unternehmensvideo die anderen Formate im Überblick.
Was ein Erklärvideo kostet
Videos gibt es bei uns ab 249 €. Wie viel Ihr Erklärvideo kostet, hängt von Länge, Stil, Sprecher und Zahl der Fassungen ab. Den verbindlichen Preis nennen wir Ihnen im Angebot nach dem Erstgespräch, zusammen mit dem Zeitplan. Erzählen Sie uns, was Ihre Kunden immer wieder fragen: Kontakt.