Was „nutzerfreundlich“ eigentlich heißt
Fachleute sprechen von UX, kurz für User Experience: wie es sich anfühlt, eine Website zu benutzen. Gemeint ist etwas Einfaches. Eine nutzerfreundliche Website lässt Besucher schnell finden, was sie suchen, und das tun, weswegen sie gekommen sind – ohne Nachdenken, ohne Suchen, ohne Ärger.
Besucher sind ungeduldig. Sie lesen nicht, sie überfliegen. Wenn sie nach wenigen Sekunden nicht verstehen, was Sie anbieten, oder nicht wissen, wohin sie tippen sollen, gehen sie zurück zur Suche. Meist zum nächsten Anbieter.
Klare Navigation
Das Menü ist der Wegweiser Ihrer Website. Damit es funktioniert:
- Wenige Punkte. Fünf bis sieben Einträge reichen fast immer. Alles Weitere gehört eine Ebene tiefer.
- Verständliche Namen. „Leistungen“, „Preise“, „Kontakt“ statt kreativer Wortspiele. Besucher sollen wissen, was hinter einem Link steckt, bevor sie tippen.
- Immer erreichbar. Logo führt zur Startseite, das Menü ist oben auf jeder Seite.
- Auf dem Handy aufgeräumt. Ein Menü, das sich öffnet und schließt, ohne dass etwas springt oder verdeckt wird. Mehr dazu in Website auf dem Handy.
Eine Hauptaktion pro Seite
Jede Seite sollte eine Sache besonders deutlich anbieten: anrufen, Termin buchen, Anfrage senden. Dieser Knopf ist gut sichtbar, hebt sich farblich ab und steht dort, wo die Entscheidung fällt – oben auf der Seite und noch einmal am Ende.
Zehn gleich wichtige Knöpfe bedeuten: Keiner ist wichtig. Weitere Wege dürfen da sein, aber ruhiger gestaltet, etwa als einfacher Textlink.
Lesbarkeit
Ein Text, den man nicht gern liest, wird nicht gelesen. Darauf kommt es an:
- Ausreichend große Schrift und genug Abstand zwischen den Zeilen.
- Starker Kontrast. Dunkle Schrift auf hellem Grund oder umgekehrt. Hellgraue Schrift auf Weiß sieht elegant aus und ist mühsam zu lesen.
- Kurze Absätze und klare Zwischenüberschriften, damit Überfliegen funktioniert.
- Konkrete Sprache. Sagen Sie, was Sie machen, für wen und wo. Wie das gelingt, steht in Website-Texte schreiben.
Ladezeit
Jede Sekunde Warten ist eine Gelegenheit zu gehen. Typische Bremsen sind zu große Bilder, viele Erweiterungen und eingebundene Dienste, die sofort beim Öffnen laden. Prüfen Sie Ihre Seite mit PageSpeed Insights von Google; das Tool zeigt kostenlos, was bremst. Videos und Karten erst laden, wenn jemand darauf tippt, ist ein einfacher und wirksamer Schritt.
Formulare kurz halten
Formulare sind der Moment, in dem aus einem Besucher ein Kunde werden kann. Gerade hier springen viele ab. So machen Sie es leichter:
- Nur fragen, was Sie wirklich brauchen. Name und ein Weg zur Antwort reichen oft.
- Klare Beschriftungen über jedem Feld, nicht nur als grauer Platzhalter darin.
- Verständliche Fehlermeldungen. Nicht „Ungültige Eingabe“, sondern „Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an“.
- Längere Formulare in Schritte teilen, mit Fortschrittsanzeige.
- Eine Bestätigung, die sagt, was als Nächstes passiert.
Barrierefreiheit hilft allen
Eine barrierearme Website lässt sich auch mit der Tastatur bedienen, hat ausreichende Kontraste, beschriftete Bilder und sichtbare Markierungen, wo man sich gerade befindet. Das hilft Menschen mit Einschränkungen und gleichzeitig allen anderen: der Kundin, die mit dem Handy in der Sonne steht, oder dem Kunden, der seine Brille vergessen hat.
Selbsttest: fünf Fragen an Ihre Website
- Versteht jemand in wenigen Sekunden, was Sie anbieten und für wen?
- Ist auf jeder Seite klar, was der nächste Schritt ist?
- Finden Sie Preise, Kontakt und Öffnungszeiten mit höchstens zwei Klicks?
- Lässt sich alles auf dem Handy bequem lesen und bedienen?
- Würden Sie Ihr eigenes Formular gern ausfüllen?
Bitten Sie auch jemanden, der Ihre Website nicht kennt, eine Aufgabe zu lösen, etwa einen Termin zu buchen. Schauen Sie zu, ohne zu helfen. Wo diese Person zögert, liegt Ihr wichtigster Verbesserungspunkt.
Von der Website zur App
Nutzerfreundlichkeit endet nicht bei der Website. Wenn Kunden regelmäßig Dokumente abrufen, Termine verwalten oder den Stand ihres Auftrags sehen wollen, ist ein Kundenportal der nächste Schritt. Viele Betriebe starten mit der Website und ergänzen später Terminbuchung, Portal oder Team-App. Wann sich das lohnt, lesen Sie in Eigene App für den Betrieb.
So arbeiten wir
Wir planen Websites von den Aufgaben der Besucher aus: Was wollen sie wissen, was wollen sie tun? Daraus entstehen Seitenaufbau, Navigation und Knöpfe – erst dann das Design. Mehr unter UI/UX und Webdesign. Websites gibt es bei uns ab 1.290 €, als One-Pager mit Logo und Farbwelt im Paket „Start“; mehrseitige Websites ab 1.490 €. Alle Pakete unter Pakete und Preise.