Klein anfangen reicht
Ihre Kunden haben das Handy immer dabei. Die Pappkarte vom Café liegt dagegen in der anderen Jacke, und der Gutschein vom Geburtstag steckt irgendwo in einer Schublade. Was auf dem Handy liegt, ist dabei, wenn Ihre Kundin vor Ihrem Laden steht.
Digitalisieren heißt nicht, alles umzustellen. Oft reicht ein einzelner Schritt, der jeden Tag Arbeit spart. Die folgenden sieben Ideen funktionieren für Cafés, Bäckereien, Friseure, Studios und Läden gleichermaßen.
1. Die Stempelkarte in die Wallet
Sechs von zehn Stempeln, und dann ist die Karte weg. In Apple Wallet oder Google Wallet kann das nicht passieren: Die Karte liegt auf dem Handy, neben Bordkarte und Kinoticket.
- Kein Download. Ihre Kunden scannen einen QR-Code an der Theke und legen die Karte mit einem Tipp ab. Apple Wallet ist auf jedem iPhone vorinstalliert, Google Wallet gibt es für Android.
- Stempeln per Scan. Sie scannen den Code mit Handy oder Tablet, der Stempel sitzt. Keine Stempelkissen, keine nachgedruckten Karten.
- Die Karte erinnert. Nach jedem Stempel kommt eine kurze Mitteilung, etwa „Noch 3 Stempel bis zum Gratis-Kaffee“.
- Ihr Logo im Handy. Wer die Wallet öffnet, sieht Ihre Karte, nicht nur an der Theke.
Dasselbe geht als Zehnerkarte fürs Yogastudio, die mitzählt, oder als Mitgliedskarte für den Einlass.
2. Gutscheine, die nicht verschwinden
Gutscheine sind ein gutes Geschäft: Das Geld kommt herein, bevor Sie die Leistung erbringen, und die beschenkte Person lernt Ihren Laden kennen. Papier-Gutscheine haben aber Tücken. Sie gehen verloren, Restbeträge stehen auf Zetteln, und ob ein Gutschein schon eingelöst wurde, weiß am Ende niemand genau.
Ein Gutschein in der Wallet löst das:
- Das Guthaben steht auf der Karte. Nach dem Einkauf zeigt sie den Rest, ohne Zettel und ohne Nachrechnen.
- Mit Namen. Für wen der Gutschein ist und von wem, steht auf der Karte.
- Auch auf Papier. Für alle, die lieber etwas in der Hand haben, gibt es denselben Gutschein mit demselben Code zum Ausdrucken.
- Nicht doppelt. Die Einlöse-App an der Theke prüft beim Scannen den Stand. Ein kopierter Code bringt kein doppeltes Guthaben.
Warum Karten aus der Wallet verschwinden
Vielleicht kennen Sie das: Eine Kundenkarte war plötzlich nicht mehr da. Gelöscht wird sie nicht, aber die Wallet blendet abgelaufene Karten aus. Wer einen Gutschein mit einem Jahr Gültigkeit ausstellt, räumt ihn nach einem Jahr aus dem Blick der Kundin. Rechtlich gilt er womöglich noch: In Deutschland gilt für Gutscheine in der Regel die dreijährige Verjährungsfrist, gerechnet ab dem Ende des Jahres, in dem er gekauft wurde. Kürzere Fristen sind oft unwirksam. Das Ablaufdatum auf der Karte sollte dazu passen. Das ist eine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
3. Termine und Reservierungen online
Das Telefon klingelt, während Sie gerade schneiden, beraten oder kassieren. Mit Online-Terminen buchen Ihre Kunden selbst, auch abends, und bekommen sofort eine Bestätigung. Eine Erinnerung am Vortag hilft gegen vergessene Termine, Absagen gehen per Link. Für Restaurants funktioniert dasselbe als Tischreservierung. Wie ein eigenes System aussieht, zeigt die Seite Buchungssysteme.
4. Das Google-Profil pflegen
Bevor jemand Ihren Laden betritt, sieht man oft zuerst Ihr Google-Profil: Öffnungszeiten, Fotos, Weg. Stimmen die Zeiten nicht, steht jemand vor verschlossener Tür. Tragen Sie Feiertage und Sonderzeiten ein, laden Sie aktuelle Fotos hoch und antworten Sie auf Bewertungen. Wie das geht, steht im Artikel Google-Unternehmensprofil.
5. Preise und Karte per QR-Code
Speisekarte, Preisliste oder Kursplan als Seite auf Ihrer Website, erreichbar über einen QR-Code am Tisch, im Schaufenster oder an der Tür. Ändert sich ein Preis, ändern Sie ihn an einer Stelle statt in zwanzig Mappen. Die gedruckte Karte sollten Sie trotzdem behalten, manche Gäste lesen lieber auf Papier. Tipps dazu im Artikel Speisekarte gestalten.
6. Die Visitenkarte im Handy
Für Sie und Ihr Team: die Visitenkarte als Wallet-Karte mit QR-Code. Ihr Gegenüber scannt ihn mit der Handykamera und hat Name, Nummer und Website im Adressbuch, ohne Abtippen. Die gedruckte Karte bleibt trotzdem sinnvoll, mehr dazu unter Visitenkarten gestalten.
7. Verkaufen, auch wenn zu ist
Wer nicht vorbeikommen kann, kauft trotzdem: Gutscheine über Ihre Website, sonntagabends genauso wie am Heiligabend um 14 Uhr. Wenn Sie mehr verkaufen wollen als Gutscheine, lohnt sich ein kleiner Shop. Was dabei zu beachten ist, steht im Artikel Online-Shop erstellen lassen.
Was Ihr Laden davon hat
- Nichts mehr nachdrucken. Keine Stempelkarten, keine Gutscheinblöcke, keine Zettel mit Restbeträgen.
- Die Karte ist immer dabei. Wer Ihre Karte im Handy hat, hat Sie im Blick, auch zwischen zwei Besuchen.
- Saubere Abrechnung. Jede Einlösung steht mit Zeit und Bonnummer im Protokoll, das offene Guthaben sehen Sie auf einen Blick. Das freut auch die Steuerberatung.
- Weniger Telefon. Termine und Reservierungen kommen von selbst.
- Ihre Marke statt einer fremden App. Die Karte trägt Ihr Logo und Ihre Farben, nicht die einer Bonus-Plattform, und die Daten bleiben bei Ihnen.
- Keine neue Kasse. Die Einlöse-App läuft im Browser auf Handy oder Tablet, neben Ihrer Kasse.
Wo anfangen?
Fangen Sie mit dem an, was heute am meisten nervt. Gehen Stempelkarten verloren oder fragen Kunden nach Gutscheinen: Wallet-Karte. Klingelt das Telefon ständig: Online-Termine. Stehen Leute vor verschlossener Tür: Google-Profil. Kein Schritt muss alles auf einmal lösen, und alles lässt sich später erweitern.
Was wir dafür tun
Wir gestalten und bauen Wallet-Karten für Stempelkarte, Gutschein und Visitenkarte, mit Einlöse-App für Ihre Theke. Dazu kommen Buchungssysteme für Termine und Reservierungen und, wenn Sie noch keine haben, die passende Website ab 1.290 €. Für den ganzen Auftritt gibt es unsere Pakete, etwa „Start“ mit Logo, One-Pager-Website und Kontakt- oder Buchungssystem für 1.290 €. Für Wallet-Karten kostet der Betrieb ab 79 € im Monat, die Einrichtung steht im Angebot nach dem kostenlosen Erstgespräch.